01.07.05
Auserwählte,
liebe Freunde, segnet den anbrechenden Tag, weil es eine Gabe Meiner Liebe ist.
Segnet den sich neigenden Tag wenn ihr Mir treu gedient habt, denn er wird euch
angerechnet werden und ihr, die ihr Mich verherrlicht habt, werdet in Meine
Herrlichkeit eintreten. Ihr werdet sein wo Ich, Ich Jesus, bin und für immer
die Köstlichkeiten Meines glänzenden Lichtes genießen. Freunde, eure Leiden,
die Opfer sind nicht umsonst. Meine Gnaden fallen reichlich herab, weil es
solche gibt, die ohne Unterlaß beten; seid beharrlich und viele Seelen werden
euretwegen Frieden und Heil haben. Liebe Freunde, bringt Mir jeden Tag euer
Opfer dar, die Mühen werden nicht fehlen, aber auch nicht die Freuden. Dient
Mir und ihr werdet alles haben, Ich werde es euch an nichts fehlen lassen.
Geliebte Braut, opfere Mir jeden Tag die Mühe des Lebens auf. Ich
schätze auch die kleinsten, Mir dargebrachten Opfer. Viel ist getan worden,
Meine Geliebte, viel gibt es noch zu tun. Alle Seelen sind wie Blumen die Licht
brauchen, Nahrung und den erfrischenden Tau. Versuche eine Pflanze in einen
dunklen Winkel zu stellen, sofort verwelkt sie und geht zugrunde; wenn du sie
nicht begießt, ihr nicht die Nahrung zukommen läßt, lebt sie nicht lange. Die
Seelen sind wie die Blumen, geliebte Braut, wenn sie gut ernährt und begossen
werden, wachsen sie üppig, wenn sie vernachlässigt werden, vertrocknen sie. Ich
pflege jede Seele liebevoll und keine wird von Mir vernachlässigt, aber ohne
ihre Mitarbeit, fallen die Gnaden unnötig herab und die Seele erlangt nicht das
Heil.
Du sagst Mir: „Angebeteter Jesus, jede von Dir erschaffene Seele sehnt
sich innerlich nach Dir, aber die Verlockungen der Erde halten sie oft
gefangen. Wie kann man in einer Welt wie dieser, das Herz der Menschen von den vielen
Verführungen loslösen? Dein feind wirkt pausenlos, er wendet das Herz und den
Verstand der Menschen von Dir ab, wenige nur sind imstande zu widerstehen und
viele fallen in den Betrug. Der Mensch ist von dem angezogen, was er sehen und
anfassen kann, was er mit seinen äußeren Sinnen wahrnehmen kann. Diese seine
große Schwäche ist die Folge der Erbsünde. Angebeteter Herr, Wunderbarer Gott
der Liebe, wirke mit Macht, damit der zerstreute Mensch zu Dir zurückkehre, in
seinem Inneren die Süßigkeit Deiner Liebe spüre.“
Geliebte Braut, lege dein Haupt auf Mein Herz, Glühender Dornbusch,
höre getrost Meine Worte: sicher, im Inneren eines jeden Menschen ist die
Sehnsucht nach Mir, Gott, sein Herz trägt Meine Unterschrift. Wenn er in sich
kehrt und sich nicht in die Eitelkeit des Lebens verliert, hört er Meine
Stimme, er greift in seiner Seele Meine Schwingungen der Liebe auf, sie sind in
ihm wahrnehmbarer als die äußerlichen Dinge die er jeden Tag berührt. Es ist
töricht wer behauptet: „Ich glaube nur an das was ich sehe, an das was ich
angreifen kann, an das was meine äußerlichen Sinne wahrnehmen.“ Geliebte, die
Wirklichkeiten, welche die äußeren Sinne nicht wahrnehmen sind zahlreicher, als
jene die sie gewahren. Wenn du in die Stille deines Kämmerlein eintrittst,
siehe, da hörst du Meine Stimme, Du gewahrst Meine Lebendige Gegenwart, du
kannst mit Mir sprechen, Mir das Herz öffnen.“
Du sagst Mir: „Angebeteter Jesus, dieser ist der schönste Augenblick,
wenn der Mensch in sich kehrt und mit Dir, Gott, spricht, Deine Lebendige
Gegenwart spürt und schon auf Erden der Lebenden Deine Köstlichkeiten genießt.
Zur Zeit aber sind die Verlockungen so zahlreich, daß die externe Realität die
Innere verdunkelt. Wenn der Mensch weniger Reizen ausgesetzt wäre, würde er in
sich kehren und die Köstlichkeiten Deiner Liebe genießen.“
Geliebte Braut, der Mensch ist frei sich in seinem Nichts zu verlieren,
oder alles in Mir zu finden, er hat die freie Wahl, was er will, hat er.
Du sagst Mir: „Angebeteter Jesus, ich kann nicht begreifen wie er das
Nichts ohne Dich wählen kann, wo er Dein Wunderbares Alles haben könnte. Ich
flehe Deine Barmherzigkeit an: jeder Mensch, der seinem Nichts verfallen ist,
befreie sich von der Gefangenschaft und trete in dein Licht ein.“
Geliebte Braut, Meine Barmherzigkeit umhüllt die Erde und durchdringt
sie tief. Wenn es nicht so wäre, würde der schöne Planet nicht mehr existieren.
Meine Barmherzigkeit ist wie ein unermeßlicher Fluß, der die Erde durchzieht.
Jeder kann daraus schöpfen, es ist für alle viel vorhanden, es hängt dann von
der Entscheidung des Einzelnen ab, ob er seinen Durst stillen, oder vertrocknen
und zugrunde gehen will. Wie Ich dir bereits sagte, jeder aus Liebe von Mir
erschaffene Mensch, ist wie ein Einzelkind, das man fürsorglich umhegt: er wird
umsorgt, geliebt, geführt, aber er kann Meine Fürsorge, Meine Führung auch
ablehnen, er kann sogar Meine Liebe ablehnen. Siehst du, wie in dieser Zeit
viele Meine Gaben ablehnen, oder Sie gegen Mich anwenden?
Du sagst Mir: „Angebeteter Herr, zu Deinen Füßen bitte ich um Vergebung
für so viel Torheit. Verändere die Herzen, den Verstand; jeder erkenne Deine
Größe und möge in seinem Herzen Deine glänzende Schönheit betrachten!“
Geliebte Braut, wenn der Mensch in der Sünde versunken bleibt, ist er
wie ein Blinder, der nicht sieht, auch wenn er gute Augen hat; er ist wie ein
Tauber der nicht hört, auch wenn er gute Ohren hat; er ist wie ein Lahmer der
stolpert und ständig hinfällt. Die Ursache der größten Übel ist gerade die
Sünde. Ich habe dir geoffenbart, daß Meine Barmherzigkeit wie ein stürmischer
Fluß ist, der die Erde durchzieht. Wer im Schlamm der Sünde versunken bleibt,
wird die Gnaden nicht ergreifen können, die reichlich herabfallen. Geliebte
Braut, kann ich mehr tun als das, was Ich bereits schon tue? Wenn jeder Mensch
Meine Fürsorge erkennen und begreifen würde, wenn er Meine heilbringenden
Gnaden aufgreifen würde, sage Ich dir, daß die Erde bereits ein duftender
Garten werden würde.
Du sagst Mir: „Angebeteter Herr, hilf diesen freiwilligen Blinden zu
sehen, diesen Tauben zu hören, lasse sie nicht in ihrem Nichts versunken, sie
sind Sklaven des schrecklichen feindes geworden, der, bevor er hinabgestürzt
wird, viel Beute holen will."
Geliebte Braut, damit die Blinden sehen können, schenke Ich Mein
glänzendes Licht; damit die Tauben hören können, hebe Ich den Ton Meiner
Stimme, aber es gibt keinen größeren Blinden als jenen, der nicht sehen will
und keinen größeren Tauben als jenen, der nicht hören will. Ich gewähre allen
die Möglichkeit sich zu retten, niemand bleibe untätig, wenn es an der Zeit
ist, tatkräftig zu wirken.
Bleibe in Meinem Herzen, süße Braut, genieße die Köstlichkeiten Meiner
Liebe. Ich liebe dich.
Ich liebe euch.
Jesus
Die
Mutter spricht zu den Auserwählten
Vielgeliebte Kinder, seid freudig, zeigt euch freudig denen die ihr
begegnet, alle werden euch fragen: „Was ist die Ursache deiner Freude? Es
umgibt uns so viel Traurigkeit, daß es uns wundert, einen freudigen Menschen zu
sehen.“ Ihr, antwortet so: „Mein Herz ist freudig, weil ich Jesus gehöre. Seine
Liebe trägt mich jeden Augenblick des Tages.“ Geliebte Kinder, auch mit eurer
Freude gebt ihr Zeugnis. Wer in der Traurigkeit ist, hat keinen anderen Wunsch,
als Freude zu haben; wer unruhig ist, will Frieden finden. Ihr, Meine Kleinen,
gebt Freude und gebt Frieden, auch das ist eine Art in allen Richtungen die
Liebe auszuüben. Liebe Kinder, ihr wißt, daß das Urteil sich auf die Liebe
beruhen wird, die ihr gegeben habt. Ihr, die ihr bereits wißt, welches das
Maßstab des Gerichts sein wird, gebt Liebe, Jesu Liebe, gebt Sie den Brüdern,
weitet sie auch auf die Tier- und Pflanzenwelt aus, auf die ganze Schöpfung.
Jesus liebt alle Seine Geschöpfe, sei es die Edlen, weil sie die Denkfähigkeit
und den Verstand haben, wie auch die Einfachen. Wenn ihr ein Vögelchen sieht,
das auf einem Ast fröhlich zwitschert, dann denkt, daß es von Gott geliebt wird
und auf seine Weise seine Freude zum Ausdruck bringt. Wenn ihr einen Fisch im
Wasser schnellen sieht, dann denkt nicht, daß er von Gott vergessen ist, auch
er ist geliebt und dazu erschaffen, glücklich zu sein.
Meine Kleine sagt Mir: „Heiligste Mutter, mein Herz klagt auch
angesichts des Leides der einfachen Geschöpfe die vielen Quälereien
ausgeliefert sind. Mein Herz hat den glühenden Wunsch, die neue Erde zu sehen,
wo alle glücklich sind und alle Geschöpfe den Frieden und die Freude genießen.“
Geliebte Kinder, die neue Welt ist im Plane Gottes, wer Gott im Herzen
und im Verstand hat, liebt die Brüder, liebt die ganze Schöpfung, er sieht
alles mit Gottes Auge. Seht, wenn Ich die Welt betrachte, sehe Ich, daß das
Leid überall zugenommen hat; Ich sehe Kinder, die einander nicht lieben, sie
lieben die Schöpfung nicht, erhabene Gabe Gottes. Ich klage darüber und wende
Mich an Meinen angebeteten Sohn, Ich sage zu Ihm: Jesus, Ich sehe viel Leid in der Welt, die Erde trieft
Schmerz in jedem ihren Winkel. Wirke mit Deiner Weisheit, mit Deiner Macht,
damit die Dinge sich ändern und die Erde glücklich werde, wie sie es zu Beginn
der Schöpfung war, vor der Erbsünde.
Hier die Antwort Meines angebeteten Sohnes: „Heiligste Mutter, denke an
Mein erhabenstes Opfer, Welches sich mit Deinem, der Miterlöserin, vereint hat:
mit Meinem Opfer wurde nicht nur die Menschheit erlöst, sondern die ganze
Schöpfung die nun in den Geburtswehen klagt, aber auch in der neuen Erde
glücklich sein wird. Wenn so viel Leid Dein Herz betrübt und das der Kinder die
Dich umgeben, dann bedenke, daß dieser Zustand nicht lange andauern wird. Die
neue Erde, die Ich dabei bin zu errichten, wird wie das irdische Paradies sein,
wo alles freudig war, wo die Schöpfung Göttlichen Tau triefte. Deine Kinder,
die mit Dir leiden für die Boshaftigkeit der Boshaften und den Hochmut der
Hochmütigen, sollen begreifen, daß sich bald alles ändern wird. Es wird ein
beliebiger Tag sein, ein Tag wie jeder andere, er wird in einer Weise beginnen
und auf eine andere aufhören. Nun gibt es den Tagesanbruch und den
Sonnenuntergang, aber der neue Tag wird ein Morgengrauen ohne Untergang sein.
Selig der kluge Mensch, der sich Tag für Tag vorbereitet, indem er Mir eifrig
und mit Freude dient und andere lehrt, dasselbe zu tun. Dieser wird den neuen
Tag sehen und sein Herz wird jubeln, weil er Meine Verheißung sich erfüllen
sehen wird.“
Diese die Worte Meines Göttlichen Sohnes. Begreift ihr, daß man sich
jeden Tag ein wenig vorbereiten
muß? Man muß immer bereit sein, als wäre der kommende Tag jener große und
einmalige Tag.
Gemeinsam loben wir den Heiligsten Namen, danken, beten an. Ich liebe
euch alle.
Ich liebe dich, Mein Engel.
Hl. Jungfrau Maria