04.05.07
Auserwählte, liebe Freunde, harrt aus, harrt aus im
Guten, die stürmischen Winde wehen bereits heftig, widersteht jedoch,
widersteht, nicht mit eurer Kraft, sondern mit Meiner, Jener die ihr aus Meinem
glühenden Herzen schöpfen könnt. Ich bitte euch, demütig und gehorsam zu sein,
um Meiner Heiligsten Mutter zu ähneln. Seid alle Mein und Ich werde euch nichts
mangeln lassen.
Geliebte Braut, dein Herz sei Mein
in jedem Augenblick, so auch dein Sinn. Die stürmischen Winde krümmen die
Sträucher und entwurzeln sie, aber beugen nicht die starken und fest
verwurzelten Eichen.
Du sagst Mir: „Unendliche Liebe,
wenn die stürmischen Winde wehen, bebt das Herz, denn man weiß nicht, was sie
anrichten werden. Wer kann in der Tat behaupten, eine Eiche zu sein? Ich habe
majestätische Bäume unter der Wucht des Sturmes fallen sehen, ich habe sie
jämmerlich fallen gesehen. Unendliche Liebe, wenn der Wind stark weht, bitte
ich Dich, mir zu erlauben, eng an Dich gedrückt zu bleiben, an Dein Wunderbares
und Heiligstes Herz, wie ein Efeu, der sich nie vom Baumstamm löst, um den er
sich windet. Ich sehe was in der Welt, in jedem Winkel der Erde geschieht, ich
vernehme überall ein wütendes Zischen, während ich wiederholt einzig fragen
höre: „Wo ist das Böse? Es existiert nicht.“ Die Menschen der Erde sind nicht
vorbereitet, dem starken Ausbruch des höllischen Drachen die Stirn zu bieten;
wenn sein Wüten nicht nachlässt, wer wird widerstehen?“
Meine geliebte Braut, lege dein
Haupt auf Mein Herz und höre Mein Wort, dann überbringe Es der Welt, die nicht
begreift: Ich habe dir gesagt und nun wiederhole Ich es dir, dass dieser ein
besonderer Zeitpunkt der Geschichte ist, die Mächte des bösen sind gewaltig,
doch jene des Guten sind stärker. Dem
Menschen steht es frei zu wählen zwischen den einen und den anderen, er trifft
jeden Tag seine Entscheidung, bewusst oder unbewusst. Geliebte Braut, denke
über die Talente nach, die Ich dem Menschen, jedem Menschen, gegeben habe. Er
besitzt Denkvermögen und Freiheit, wenn er das Denkvermögen richtig anwendet,
wendet er die Freiheit richtig an; wenn er das erste Talent nicht anwendet,
vermag er auch das andere nicht anzuwenden. Mit dem Verstand begreift er, mit
dem Willen handelt er und trifft seine Entscheidung. Der große universelle
Kampf ist jener zwischen Gut und böse; du, Kleine, sorgst dich sehr wegen der
bösen Mächte, die du stark und einschneidend gewahrst, wisse aber, dass jene
des Guten noch mächtiger, stärker und einschneidender sind, sie sind es
gegenwärtig, sie waren es in der Vergangenheit und sie werden es in Zukunft
sein. Sage Mir, Meine kleine Braut, sage Mir: wann hat jemals das Böse den
Endsieg errungen?
Du sagst Mir: „Liebster, Unendliche
Liebe, wenn ich die Ereignisse der Geschichte in Erwägung zieht, erinnere ich
mich nie, dass das Böse den Endsieg errungen hätte, sondern dass das Gute den
Endsieg errungen. Du, Wunderbarer und Heiligster Gott, bist der Ewige Sieger,
Du hast in der Vergangenheit gesiegt, Du siegst in der Gegenwart, Du wirst in
der Zukunft siegreich sein.“
Du hast richtig gesagt, geliebte
Braut, so ist es, so ist es gewesen, so wird es sein. Wer sich an Mich lehnt,
stürzt nicht hinab; wer in Mein Herz eintritt, findet alles was zur vollen
Verwirklichung nötig ist. Sage Mir, treue Braut, warum reißen die stürmischen
Winde der Gegenwart viele Herzen mit? Vielleicht weil die Hilfe fehlt?
Vielleicht weil Ich, Ich Gott, nicht genügend an Meine Geschöpfe denke?
Vielleicht weil Ich ein ferner Gott bin, dem das Los der Menschen gleichgültig
ist, so wie viele meinen, die von Mir nichts verstanden haben?
Du sagst Mir: „Heiligste Liebe, so
ist es nicht, so ist es wirklich nicht. Du bist Gott der Liebe und der
Zärtlichkeit, der Unendlichen Liebe und der Unendlichen Zärtlichkeit. Du bist
Deinen Geschöpfen nahe; die äußeren Sinne nehmen Dich manchmal nicht wahr, aber
die Inneren jedoch gut, sehr gut. Du, Liebster, lebst und pochst im Herzen, Du
sprichst zu jedem Menschen, es liegt dann an ihn, auf Dein Wort zu hören; auf
Deinen Ruf zu antworten, ihm obliegt diese Entscheidung.“
„Geliebte Braut, denke an einen
Menschen der sich im Walde verirrt hat: er schweift umher, dann gewahrt er
einen großen Palast mit weit geöffneten Türen; er begreift, dass es im Palast
alles gibt was er benötigt, denn dieser ist da, um ihn aufzunehmen. Sage Mir,
wer bleibt im verstrickten Wald um in diesen umherzuirren, ohne in den
prächtigen Palast mit den weit geöffneten Türen einzutreten?
Du sagst Mir: „Nur der Törichtste
tut dies, der Kluge tritt ein und segnet den Herrn des Palastes, der ihn zur
Verfügung gestellt hat; er nimmt was er benötigt und dankt herzlichst.“
Geliebte Braut, du hast richtig
gesagt. Jener Palast, von dem Ich dir gesprochen habe, ist Mein Herz, Das offen
steht für jeden Menschen, Wo ein Platz ist auf dem der Name jedes Menschen geschrieben
steht, der auf die Welt kommt. Sage Mir, warum ziehen es die heutigen Menschen
vor, im ungastlichen Wald (die Welt)
zu leben und beeilen sich nicht, in Mein Herz einzutreten?
Du sagst Mir: „Angebeteter, dies
geschieht, weil die gegenwärtige menschliche Torheit groß ist; wenn alle
begreiften, wäre Dein Heiligstes und Einladendes Herz bereits überfüllt; so ist
es hingegen nicht, ich sehe den ungastlichen Wald überfüllt und in Deinem
Herzen wenige, die eingetreten sind. Unendliche Liebe, hilf den Menschen
richtig zu begreifen, was sie tun sollen, vielleicht benötigen sie angespornt,
geholfen, getrieben zu werden, damit sie eintreten.“
Geliebte Braut, jedem Menschen habe
Ich die Gabe der Intelligenz gegeben, mit dieser muss er zu unterscheiden
wissen, mit dem Willen muss er entscheiden und dann handeln. Für die
gegenwärtige Menschheit habe Ich ein üppiges Festmahl vorbereitet, mit Speisen
für jeden Gaumen: jeder nähere sich Meiner Tafel und greife zu, jeder treffe
seine Wahl für Meine Speisen, die Leben spenden. Mein feind hat ebenfalls Mein
Wirken nachgeäfft, er hat sein Festmahl vorbereitet, mit Speisen die den Tod
verursachen. Jeder muss nun seine Wahl treffen zwischen Mir für immer, oder ihn
für immer.
Du sagst Mir: „Unendliche Liebe,
keiner entscheide sich für die Speisen, die den Tod bringen, sondern eile zu
Dir, um ewiges Leben zu erlangen.“
Geliebte Braut, bleibe eng an Mein
Herz gedrückt, rufe andere Seelen zu dir, genieße Meine Köstlichkeiten der
Liebe. Ich liebe dich.
Ich liebe euch.
Jesus
Die Mutter spricht zu den
Auserwählten
Vielgeliebte Kinder, Ich bitte
euch, euch stets dem Willen des Himmlischen Vaters, Dessen Herz Wunderbar und
Heilig ist, zu fügen; erfüllt alles nach Seinem Willen, mit Freude und nicht
mit Traurigkeit. Kinderlein, Gott hat niemand gesehen, aber Er Selbst hat Sich
durch den Sohn Jesus geoffenbart. Wenn euer irdischer Vater euch liebt, so
liebt euch der Himmlische mehr, weit mehr. Liebe Kinder, verherrlicht Seinen
Heiligsten Namen und dient Ihm stets mit der Freude im Herzen, auch wenn ihr
nicht begreift, welchen Plan Er über euch hegt, es ist immer ein erhabener Plan
der Liebe. Wer Gott, den Himmlischen Vater liebt, liebt Jesus, den Sohn. In
Jesus, Den ihr kennt und Den ihr alltäglich anfleht, seht ihr den Vater; denkt
an die Worte, die Er zu Philippus sprach: „Wer Mich sieht, sieht den Vater.“
Meine kleine Tochter sagt Mir:
„Heiligste Mutter, welch wunderbares und erhabenes Geheimnis: Drei Personen in
Einer Person. Ich denke an die Apostel, die ersten, die Jesus sahen, sie lebten
jeden Tag mit Ihm, waren in Seiner Nähe und genossen Seine Erhabene Gegenwart.
Ich denke an die Worte, die Er jeden Tag sprach, Sie erfreuten sicherlich das
Herz der Jünger, auch wenn sie oft Deren Tiefe nicht erfassten. Geliebte
Mutter, ich denke häufig über Gottes Geheimnisse nach: sie bleiben Geheimnisse
für jedes Herz, aber sie sind so erhaben, dass ich es liebe, mich darin zu
verlieren, wie ein kleiner Tropfen im grenzenlosen Ozean: der kleine Tropfen
schaut sich um und sieht nicht mehr seine Kleinheit, sondern fühlt sich selbst
ein wenig als Ozean. Allerliebste Mutter, wenn ich mich in solch Schönheit und
Milde versenke, hörte mein Herz nie auf, Gott und Seine Zärtlichkeit zu
preisen; aus dem Nichts hat Er mich eines Tages erschaffen, hat mir das Leben
eingeflößt; in Seiner Unendlichen Erhabenheit hat Er an mich gedacht, ich war
in Seinem Gedanken, in Seinem Herzen, in Seinem Plan. Tief empfinde ich, Ihm zu
gehören und ganz Sein zu sein; meine Seele ist Sein, mein Körper ist Sein, der
Sinn, das Herz, jede Zelle gehören Ihm; nicht nur: Er, der Göttliche und
Hocherhabene, hat mich nicht aus dem Nichts erschaffen, um Sich dann meiner,
Seines kleinsten Geschöpfes, zu vergessen, sondern Er denkt an mich, Er liebt
mich, Er kümmert Sich um mich mit der Süßigkeit einer Mutter und der Stärke und
der fürsorglichen Aufmerksamkeit eines Vaters. In meinem Wesen, in jeder Zelle
spüre ich die Gegenwarte der Liebe Gottes. Heiligste Mutter, ich nehme Sein
Pochen in mir wahr und empfinde eine starke Ergriffenheit; im Stillen und im
Frieden des Herzens versenke ich mich in das hocherhabene Geheimnis der Liebe.
Wenn ich die Seelen des Paradieses erwäge, frohlocke ich für sie, sie sind
bereits angekommen und ich bin auf dem Weg. Das Glück, das auf Erden ein Tropfen
ist, lässt mich bereits vor Bewegtheit beben, im Paradies wird es vollkommen
sein. Allerliebste Mutter, die Menschen erfassen diese Worte sicher wenig, aber
Du, ganz Gott zugehörige Lilie, Königin des Paradieses, begreifst alles was im
Herzen Deines kleinen Kindes vorgeht, Du erlebst diese Gefühle in Erster
Person, in erhabener und vollkommenen Weise. Überbringe dem Allerhöchsten Gott
mein Lied des Dankes, überbringe es jeden Augenblick für mich; wenn Du,
Süßeste, es überbringst, ist es angebrachter und würdig, angenommen zu werden.“
Geliebte Kinder, es ist schön, wenn
der Geist in euch spricht; lasst euch von Ihm umhüllen und durchdringen.
Gemeinsam loben wir
den Heiligsten Namen. Danken wir, beten wir an. Ich liebe euch alle.
Ich liebe dich, Mein
Engel.
Hl. Jungfrau Maria